Wissen von A bis Z
Expertenwissen, klar und kompakt erklärt
Was ist Session Hijacking?
Was ist Session Hijacking?
Session Hijacking, auch bekannt als Sitzungshijacking, ist ein Angriff, bei dem ein Cyberkrimineller die Kontrolle über eine bestehende Benutzersitzung übernimmt, um unbefugten Zugriff auf Informationen oder Ressourcen zu erlangen. Dies geschieht meist in Webanwendungen, wo Benutzer gesicherte Sitzungen nutzen, um auf persönliche, finanzielle oder vertrauliche Daten zuzugreifen. Das Ziel des Angreifers besteht darin, die Identität des Benutzers zu stehlen und Aktionen in seinem Namen auszuführen, ohne dass der Benutzer es merkt.
Wie funktioniert Session Hijacking?
Derartige Angriffe können auf verschiedene Weisen durchgeführt werden. Eine der gängigsten Methoden ist das Abfangen von Cookies – kleinen Datenmengen, die von Webbrowsern gespeichert werden, um Sitzungsinformationen zu bewahren. Angreifer können oft Cookies stehlen, indem sie Schadsoftware verwenden, Phishing-Techniken anwenden oder unsichere Netzwerke ausnutzen. Sobald der Angreifer das Sitzungscookie hat, kann er sich als der legitime Benutzer ausgeben und auf dessen Konten zugreifen.
Formen des Session Hijackings
Es gibt mehrere Methoden, wie ein Angreifer eine Sitzung hijacken kann. Dazu gehört das „Passive Session Hijacking“, bei dem der Angreifer den Datenverkehr zwischen dem Benutzer und dem Server mithört, meist in öffentlichen WLAN-Netzwerken. Eine andere Form ist das „Active Session Hijacking“, bei dem der Angreifer aktiv in die Sitzung eingreift und beispielsweise die Kommunikation verändert. Auch das „Man-in-the-Middle“-Angriffsmodell, bei dem der Angreifer als Vermittler zwischen zwei Parteien fungiert, ist eine gängige Methode. Solche Methoden machen deutlich, wie wichtig es ist, die Kommunikation über gesicherte Protokolle wie HTTPS zu realisieren, um Daten zu schützen.
Wie kann man sich gegen Session Hijacking schützen?
Um die eigenen Daten vor Session Hijacking zu schützen, sind verschiedene Maßnahmen empfehlenswert. Die Verwendung von HTTPS für alle Webanwendungen ist grundlegend, da es eine sichere Verbindung zwischen Benutzer und Server gewährleistet. Ebenso sollten sich Benutzer regelmäßig von Dienstleistungen abmelden, insbesondere bei der Nutzung öffentlicher oder unsicherer Netzwerke. Das Implementieren von zeitlich begrenzten Session-Cookies kann auch hilfreich sein, da sie nach einer bestimmten Zeit ablaufen und somit das Risiko eines Übergriffs verringern.
Außerdem sollte auf die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) zurückgegriffen werden, um eine zusätzliche Sicherheitsebene zu schaffen. Selbst wenn ein Angreifer die Sitzung übernehmen kann, würde er ohne den zweiten Faktor, wie z.B. einen SMS-Code, keinen Zugang zum Konto erhalten. Zu guter Letzt ist es wichtig, dass Benutzer über die Risiken und Möglichkeiten zum Schutz ihrer Daten informiert werden, um sicher online zu navigieren und potenziellen Bedrohungen entgegenzuwirken.
Zurück
Zurück
Kontaktieren Sie uns!
Sie suchen einen Digitalagentur? Dann nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!
Projektanfrage starten
Projektanfrage starten
